Der aktuellen Situation schuldend werden alle Künstler aufgefordert nun verstärkt den öffentlichen Raum zu bespielen. Wir brauchen den Raum.
Im GG Art. 5 Abs.3 heißt es: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.“ Das Bundesverfassungsgericht hat den Begriff „Kunst“ weiterhin definiert: “ Kunst ist die FREIE schöpferische Gestaltung, in der Eindrücke, Erfahrungen, Erlebnisse des KÜNSLTERS durch das Medium einer bestimmten Formensprache zur unmittelbaren Anschauung gebracht werden.“

Kunst braucht Raum

Nehmt das GG ernst und praktiziert die Kunst auch „FREI“! Claus C. Schmickler schreibt 2004 in einem Buch „Über die Kunst, …“ zu dieser Aussage im GG : „Entstanden ist dieser besondere Schutz der Herstellung und Kommunikation von Kunst durch die in der Zeit des Nationalsozialismus praktizierten Mal- und Ausstellungsverbote. Solche Zensuren kann und darf es in einem demokratischen Staat nicht mehr geben. ÜBERALL in der Welt, ob in Paris, Prag, London usw. tragen Künstler zum pittoresken Stadtbild bei, nur in Deutschland tut man sich mitunter schwer.“

Das Dortmund sich insbesondere schwer tut, konnte man in der Vergangenheit mehrfach erleben (Hippiehaus, Umnutzung der alten Rombergparkvillaguts, Verbote für Straßenkünstler durch Ordnungshüter, Unterbindung der Szene im Brückstraßenviertel, Kriminaliserung von Besuchern auf Kundgebungen zur freien Meinungsäußerung). Insbesondere die strenge Auslegung des Eigentumsrecht (was hier in Dortmund darin besteht, dass man Menschen kulturhistorisch für Dortmund bedeutene Gebäude wie die Kronenbrauerei lieber ein Jahrzehnt lang verwahrlosen lässt) macht die kreative Nuztzung von Freiflächen fast unmöglich! Die Kriminalisierung unserer Gäste und eingeladenen Künstler (inklusive Polizei-Portraitfotografien von ca 50 Personen, siehe Fotostrecken der ruhrnachrichten) am Tag der Kronen-Umnutzung finden wir nicht zumutbar, zumal in den Verhandlungen mit der Polizei zuerst ein „neutrales“ Gebiet für die Pressekonferenz ausgehandelt wurde…

Wir forden die Herausgabe der Bilder und/ oder eine Veröffentlichung (natürlich erst nach Rücksprache mit dem Portraitierten) dieser kunstdiskursprägenden Bilderserie des Künstler-Polizisten! Sie könnten unter dem Titel „zeitgenössische Kunst im Kulturhauptstadtjahr“ in die Kunstgeschichte eingehen.

Diverse Künstler – diverse Positionen
ein gemeinsamer Gedanke:

Die kreative Raum(um)nutzung

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