>>> UZDO Verhandlungen // Update

Seit der Befreiung der Kronenbrauerei sind inzwischen mehr als 4 Wochen vergangen und unsere Frage “Was passiert, wenn was passiert?” steht weiter unbeantwortet im Raum. Wir haben der Verwaltung eine Liste von 10 geeigneten Räumlichkeiten // Wunschimmobilien präsentiert: das verdi-Gewerkschaftshaus, das “Horror- haus” in der Nordstadt, den Soundgarden-Komplex, das Hotel Bender, die Schule an der Lindemann-Straße, die Hafengebäude, die Burgtorgallerie, das Ostwallmuseum, ein Haus in der Weißenburger Straße sowie die Kronenbrauerei. Seitdem ist nichts passiert. Die Verhandlungen bleiben ohne Ergebnis. Gründe dafür sind ungeklärte Eigentumsverhältnisse, wechselhafte Verantwortlichkeiten und ein In/Kompetenzwirrwarr, innerhalb dessen sich VerwaltungsmitarbeiterInnen die nicht allzu schwierige Aufgabe hin und her schieben. Nach 4 Wochen Wartezeit, in der man uns glaubhaft machen wollte, die gesamte Stadtverwaltung sei auf der Suche nach UZDO_geeigneten Gebäuden, stellt sich heraus, dass sich bis jetzt noch niemand mit der Erstellung der versprochenen Liste städtischer Immobilien beschäftigt hat. Gerade mal ein neuer Ansprechpartner, Herr Staschik vom Liegenschaftsamt, ist dabei herausgekommen. Stattdessen haben wir Stüdemann’s Brief an die CDU zur Kenntnis genommen (ruhrbarone), in dem er eröffnet, die Nutzung von leerstehenden Gebäuden aus “liegenschaftlicher Sicht” nicht empfehlen zu können

Text? Der Dortmunder Hafen, der schon seit Jahren zum Szeneviertel umstrukturiert werden soll wird von der Wirtschaftsförderung betreut. Ende Juli fanden hier erste Gespräche mit uns statt. Laut den Ruhrbaronen stehen 2 von 3 Speichergebäuden leer.

Auf Anfrage nach einem erneuten Besichtigungstermin, erhielten wir die Antwort, “das sei so derzeit nicht möglich” und mehr noch, die Wirtschaftsförderung ist offenbar derzeit nicht einmal in der Lage ihre eigenen Gebäude zu besichtigen. Nach dem Rückkauf der Objekte durch die Stadt (der Westen 14.02.2010) ist Gerhard Lang durch einen rechtlichen Schachzug vom Besitzer zum Mieter mutiert. Die Stadtverwaltung beschreitet nun erneut den Rechtsweg um Langs Blockadehaltung in Bezug auf die Entwicklung dieses Stadtteils aufzulösen. Langsam aber sicher steht der Winter vor der Tür und wir bleiben dabei: Leerstand ist keine Alternative und zahlreiche Gebäude sind damit sofort nutzbar. Eine Zwischen/nutzung für 2010 (Frostschutz) ist nicht zu viel verlangt, im Gegenteil: eigentlich müsste die Verwaltung für die Instandhaltung dankbar sein. Die Ruhrbarone haben unlängst eine Kampagne zu öffentlichem Leerstand + Zwischennutzungen gestartet. Unsere Forderungen und Argumente sind in der Öffentlichkeit platziert. Inzwischen ruft schon die Politik (Grüne und sogar CDU) die Verwaltung auf etwas zu tun.

Wir bereiten uns auf einen kalten Winter vor und werden nicht herausfinden, wie lange wir uns in Geduld üben können.

Freut Euch auf einen heißen Herbst!

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