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Während der Polizeipräsident in den ruhrnachrichten davon spricht, nicht alle Besetzer/innen unter Generalverdacht zu stellen, passiert aber genau das, wurden 38 Leute in sippenhaft genommen und erkennungsdienstlich behandelt. Der Stein des Anstoßes war 1 Stein, der einer hitzigen Situation durch die Bedrohung der Nazis geschuldet war. Die Umdeutung als Angriff auf die Polizei wirkt eher als unverhältnismäßige Machtdemonstration, die Enscheder Strasse unerwartet zu räumen. Derzeitiger Treffpunkt für alle Avanti Unterstützer/innen ist der NRDPL in der Münsterstrasse 99. Um 19 Uhr findet eine Demonstration vom Hbf zum Borsigplatz statt.

Im Aufruf heisst es: „Die Polizei zerschlägt damit ein Soziales Zentrum, welches sich Tag für Tag mehr etablierte und zunehmend mehr Zulauf aus der Nachbarschaft und Umgebung bekam. Anstelle von Hüpfburgen und Konzerten hält jetzt wieder der Leerstand Einzug in der ehemaligen Albertus-Magnus-Kirche. Die polizeiliche Räumung stellt eine Eskalation der Situation dar und ist ein Schlag ins Gesicht gegen die vielen Hundert Menschen, die das Gebäude seit Samstag mit Leben füllen. Wir fordern daher alle solidarischen Mitmenschen dazu auf, in einem Protestzug vom Dortmunder Hbf zum SZ Avanti zu ziehen. Avanti ist eine Chance für uns alle! Wir demonstrieren für die Kunstausstellungen, Konzerte, Hüpfburgen und alles was da noch kommen könnte. Avanti lebt! Avanti kämpft“!

Aufgrund technischer Probleme findet sich unser ursprüngliches Soli Statement vom Mittwoch auf der Netzwerk X website – und das geht/ ging so:

Die Initiative Utopisches Zentrum Dortmund beglückwünscht die Initiative Avanti zur Verwirklichung der Utopie einer erfolgreichen Hausbesetzung in dieser Stadt. Wir begrüßen die Neunutzung der Kirche am Borsigplatz und setzen auf die Unterstützung der Öffentlichkeit. Avanti steht in einer Reihe von 5 Besetzungen in 4 Jahren im Ruhrgebiet und ist die dritte große Demonstration für den Raumbedarf der sub/kultur/polit-szene in Dortmund (Kronenbraurei + Museum am Ostwall 2010). Die Avanti Strategie ist kämpferischer als UZDO, und das ist gut so.

Auch ohne Masterplan und Hochglanzbroschüre kostet es die Stadtgesellschaft nicht viel mehr als ein Lächeln, die Umnutzung der Kirche zu dulden. 2007 entweiht, hoffen wir auf einen aufgeklärten Diskurs, der sich aktiv mit der Avanti Nutzung auseinandersetzt und diesem Kulturtempel in der Nordstadt eine Chance gibt. Falls es andere Initiativen für diesen Raum gab, bitten wir alle Beteiligten, die Initiative von Avanti als legitime Form der Raumaneignung anzuerkennen und die Kommunikation aufzunehmen. Dortmund braucht ein selbstorganisiertes Zentrum – mehr als alles andere!

Für alle die, die sich nun bereits die Kostenfrage stellen (Umbau, Betriebs-, Heizkosten etc), rufen wir zu: Please relax! Was kostet uns eine Kultur der Duldung für Experimente und Abweichungen von der Norm in einer pluralen, großen Stadt? Besonders übereifrigen Technokraten empfehlen wir zudem die Lektüre des Programms ‚Initiative ergreifen‘ (ein Landesprogramm für die Instandsetzung denkmalgeschützter Gebäude durch die Zivilgesellschaft in NRW) aus dem auch der Umbau des AZ Mülheim und des Kulturausbesserungswerks Leverkusen finanziert wurde. Darüber hinaus, reicht ein Blick nach Amsterdam, um zu sehen, was man aus Kirchen machen kann (prominentestes Beispiel ist das Paradiso, 1967 besetzt und heute schillernder Stern der Kulturindustrie)

Das Utopische Zentrum Dortmund solidarisiert sich mit den Zielen der Initiative Avanti, den Strukturwandel dieser Stadt zu organisieren. Stadt selber machen!

UZDO

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