>>> kunst schafft stadt: phase 2

Neues Jahr, neues Design, neue Veranstaltungsreihe. Kunst schafft Stadt geht heute in die Phase 2. Nach der Auftaktveranstaltung im Dezember 2012 lädt die Zeche Carl 2013 jeden 3. Dienstag im Monat um 19 Uhr nach Essen. Heute mit einem Vortrag von Joscha Hendricksen (20.oo): ‘Reflektierte Kontrollverluste als Auflösungsmelodie der Stadt im Anschluss an die Situationistische Internationale’. Das musikalische Programm besorgen ab 21 Uhr: Katastrophia (artnoise). Wir haben Joscha vier Fragen zu seinem Vortrag gestellt.

Nachdem der Aufstand vorbereitet ist, schafft ‚Kunst jetzt Stadt’.
Wie hängt das zusammen?

Der Aufstand verläuft angesichts der ent-objektivierten Wirklichkeit im Vorbereitetsein ewig leer. Ein Kontrollverlust nötigen Ausmaßes im Sinne gelingender Subversion ist nur unter der Bedingung der Rekonstruktion der Stadt, im Sinne eines kritisch-paradoxalen, metaphysischen Materialismus denk- und währenddessen machbar.

Welche Rolle spielt Kunst in der Stadt?
und umgekehrt…

Die Stadt in ihrer verdichteten Heterogenität meta-systematisch nachzuahmen, ist an sich schon fröhliche Umschichtung. Die denkende Wut könnte die Stadt künstlerisch umgreifen – oder weniger Bauch: anders kreuzen, in fremdbestimmten Überraschungen denken?

Das klingt sehr post…, sehr meta…
Geht es auch etwas strukturalistischer?

Ich bin nur versehentlich auf Subversion gekommen, weil die vom Kapital angeforderte Heuchelei eine kriegstreiberische Langeweile verwirklicht.

Wie können wir den Ruhrpott situationistisch denken?

Indem Situationist/innen einen verdoppelten Ruhrpott in den vorhandenen schieben, während die Hoffnung auf erkennbare Spalten uns zu anomischem Handeln inspiriert.

Nächster ‚Kunst schafft Stadt’ Termin: 21.05 // Creativity and the Capitalist City
Filmvorführung und Debatte mit Tino Buchholz

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