Archiv für April 2013

>>> kommt nach vorne

Da sich der 1. Mai ja von selbst erklärt und die Nasen wieder Stress machen… laden wir zum 4. Euromayday am 4. Mai ein. „Der Aufruf zum Euromayday 2013 steht unter dem Motto Kommt nach vorne! und stellt einer Liste von Zumutungen des Kapitalismus eine Liste von Forderungen und Utopien entgegen, die wir am 04.05 auf die Straße tragen wollen“.

http://euromayday.noblogs.org/

Weil wir keine Lust haben, für Wohnen u. Strom immer mehr Geld auszugeben.

Weil wir genug davon haben, von Erwerbsarbeit nicht leben zu können, uns von Behörden drangsalieren zu lassen, gedemütigt und erpresst zu werden.

Weil uns ein Bildungssystem zuwider ist, das von den Personalabteilungen der Unternehmen bestimmt wird und bei dem Geld entscheidet, wer wohin kommt.

Weil wir kein Europa wollen, in dem das Kürzungsdiktat zum Wohl von wenigen immer mehr Menschen in Armut und Prekarisierung zwingt.

Weil wir keine Grenzen wollen, an denen fliehende Menschen auf Verwertbarkeit überprüft werden: Menschen sollen bleiben können, überall.

Weil im Kapitalismus Menschen als Ware gelten.

Um es kurz zu machen:
Weil Kapitalismus immernoch scheiße ist.

Dagegen wollen wir gemeinsam den Euromayday mit Leben füllen, unsere Vorstellung des Zusammenlebens sichtbar werden lassen und unsere Forderungen und Utopien auf die Straße bringen.

>>> interventionen 2013

‚Recht auf Stadt – Was kann das im Ruhrgebiet bedeuten‘, fragt eine neue Veranstaltungsreihe aus dem Umfeld des Netzwerk X, Leerstandsmelder DO und Bhf Langendreer Bochum. Heute alles zum Thema tRaumaneignung (legal, illegal etc…) mit einer Buchvorstellung aus dem Gängsterviertel in Hamburg: 18.oo @ Alsenstrasse Bochum


http://www.interventionen.org/events/

‚Gemeinsam mit lokalen Initiativen thematisieren wir die vielfältigen Praxen, die dies auf verschiedene Weise einfordern bzw. sich nehmen. Und wir fragen, wie sich unsere Städte gewandelt haben, wo es Kämpfe um Freiräume, Teilhabe, würdiges Wohnen gab und gibt. In Veranstaltungen, Stadtrundgängen, Workshops und einer Aktions-Konferenz im September gehen wir auf Entdeckungstour und entwickeln Interventionsstrategien‘.

mehr infos: http://www.interventionen.org/category/texte/

>>> kunst schafft stadt: phase 2

Neues Jahr, neues Design, neue Veranstaltungsreihe. Kunst schafft Stadt geht heute in die Phase 2. Nach der Auftaktveranstaltung im Dezember 2012 lädt die Zeche Carl 2013 jeden 3. Dienstag im Monat um 19 Uhr nach Essen. Heute mit einem Vortrag von Joscha Hendricksen (20.oo): ‘Reflektierte Kontrollverluste als Auflösungsmelodie der Stadt im Anschluss an die Situationistische Internationale’. Das musikalische Programm besorgen ab 21 Uhr: Katastrophia (artnoise). Wir haben Joscha vier Fragen zu seinem Vortrag gestellt.

Nachdem der Aufstand vorbereitet ist, schafft ‚Kunst jetzt Stadt’.
Wie hängt das zusammen?

Der Aufstand verläuft angesichts der ent-objektivierten Wirklichkeit im Vorbereitetsein ewig leer. Ein Kontrollverlust nötigen Ausmaßes im Sinne gelingender Subversion ist nur unter der Bedingung der Rekonstruktion der Stadt, im Sinne eines kritisch-paradoxalen, metaphysischen Materialismus denk- und währenddessen machbar.

Welche Rolle spielt Kunst in der Stadt?
und umgekehrt…

Die Stadt in ihrer verdichteten Heterogenität meta-systematisch nachzuahmen, ist an sich schon fröhliche Umschichtung. Die denkende Wut könnte die Stadt künstlerisch umgreifen – oder weniger Bauch: anders kreuzen, in fremdbestimmten Überraschungen denken?

Das klingt sehr post…, sehr meta…
Geht es auch etwas strukturalistischer?

Ich bin nur versehentlich auf Subversion gekommen, weil die vom Kapital angeforderte Heuchelei eine kriegstreiberische Langeweile verwirklicht.

Wie können wir den Ruhrpott situationistisch denken?

Indem Situationist/innen einen verdoppelten Ruhrpott in den vorhandenen schieben, während die Hoffnung auf erkennbare Spalten uns zu anomischem Handeln inspiriert.

Nächster ‚Kunst schafft Stadt’ Termin: 21.05 // Creativity and the Capitalist City
Filmvorführung und Debatte mit Tino Buchholz