>>> Unseren Glückwunsch Freiraum2010!

Die Vorzeichen könnten wahrlich nicht besser sein: die Lukaskirche in Essen-Frohnhausen wird von jetzt an durch die Kulturinitiative Freiraum2010 zwischengenutzt! Neutestamentarisch ist Lukas der Schutzpatron der bildenden Künste – wenn’s hilft, immer her damit

Freiraum2010 schreibt dazu:

„Wir begrüßen die unkomplizierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Vewo-GmbH, Eigentümer der ehemaligen Lukaskirche und freuen uns auf eine spannende, wenn auch manchmal etwas frostige Zeit in der ehemaligen Lukaskirche.“ „Wir denken, dass wir nach einigen Vorbereitungen die Kirche ab Januar 2011 der Öffentlichkeit zugänglich machen werden und werden den verbliebenen Dezember nutzen, um uns dort einzurichten“

Ein Wehrmutstropfen bleibt natürlich, das hinterlistige Wörtchen “zwischen“ hat sich eingeschlichen. Nach aktuellem Sachstand ist die Nutzung wahrscheinlich leider nur bis Mitte März möglich. Es ist gelinde gesagt eine Frechheit, dass die Stadt Essen es nicht geschafft hat eine akzeptable, meint unbefristete oder doch zumindest mit einer wesentlich längeren Laufzeit bestückte, Alternative zu liefern. Marie von Ebner-Eschenbachs Standpunkt dazu “Und ich habe mich so gefreut!“ sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut. Ist das nichts?“ mag ja in der Theorie gut klingen, doch falls es dann im März wirklich zum Abbruch der bis dahin errichteten Zelte kommen sollte, hilft ein rein philosophischer Rückblick auf die letzten 3 Monate wohl auch niemandem. Das wäre ja auch noch schöner.

Joscha Hendricksen dazu im lab2010: “Natürlich sind Zwischennutzungen keine Lösung. Wir wollen eine langfristige Lösung!“

Recht hat er. Natürlich. Soweit steht eines fest: eine solche Zwischennutzung bietet die Chance für alle weiteren Interessierten sich tatkräftig zu beteiligen, weitere Aktionen zu machen, den Vertretern der Stadt und der Öffentlichkeit zu zeigen, wie ein solches Zentrum aussehen und belebt werden kann. Wir wünschen das beste und rufen alle auf sich, auch gerne weiterhin, mit der Initiative Freiraum2010 zu solidarisieren und sich in ihr zu engagieren, auf das dass heimtückische Wörtchen “zwischen“ auf immer verschwinden möge.

Wandel durch Kultur. Recht auf Stadt. Freiraum2010.
UZDO

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