>>> UZDO @ MaO // 18.12.2010

Nach der guten Presse in der WAZ, Ruhrnachrichten, ruhrbarone, aber auch der Kritik im 2010lab wollen wir kurz Stellung beziehen, drängen aber auf die durch Jörg Stüdemann zugesagte Verlängerung der Ausstellung. Am 18.12. wollen wir – wie vereinbart – erneut dazu einladen, die Initiative für ein unabhängiges Zentrum in Dortmund // UZDO kennen zu lernen. Kunstkritiker/innen sind herzlich eingeladen, sich mit neuen und alten Künstler/innen über ihre Arbeiten und ihr Selbstverständnis auszutauschen. An der Fähigkeit zur Selbstkritik mangelt es nicht. Ist das Kunst oder kann dat wech? Was ist Kunst?

Die UZDO Initiative steht für lebendige Streitkultur, emanzipatorische Politik + Kultur und direkte Aktionen. Diese Ausstellung wurde binnen 24 Stunden aufgebaut und hatte gerade mal eine Vorlaufzeit von einer Woche. In dieser Woche kam es u.a. zu Aktionskunst mehrerer Künstler/innen, die im Rahmen eines Museums, wie dem ehemaligen MO, natürlich ganz anders wirkt und mit traditionellen Ausstellungsformen und -formaten bricht. Der Bruch mit dem „business as usual“ und Dortmund, wie wir es kennen, ist jedoch beabsichtigt und Teil der UZDO Botschaft: Wir wollen diese Stadt verändern! …und zwar die Kunst, Kultur, Musik und Politik!

Neben bildender Kunst haben wir Bands + DJs eine Bühne gegeben, die von punkrock, experimental hardcore über trip hop bis hin zu techno und house music zu gefallen wussten, oder auch nicht. Das ist Geschmackssache. Politisch haben wir die unkommerzielle, kollektive Selbstverwaltung + Raumaneignung thematisiert, die auch nicht jedermanns Sache ist, da man seinen Alltag ggf. leichter/ konformer haben bzw. aufwendiger/ glamouröser organisieren kann. Die UZDO Ausstellung erhebt keinen Anspruch auf eine Definition der Kunst und hält es mit dem Kollektiv Freiraum2010 aus Essen: “Kunst ist erst einmal nicht das ‚Kunst-Werk‘ oder der/die ‚KünstlerIn‘. Kunst muss als Haltung zur Welt verstanden werden. Wenn ein Kunstwerk ‚Kunst‘ wäre, dann müsste an allgemeinen Merkmalen feststellbar sein, was einen Gegenstand zu ‚Kunst‘ macht. Die Art des Urteils über Kunst ist aber ‚Geschmack‘. Und über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten”.

Mit der Veranstaltung am 04./ 05. 12 ist unsere Demonstration von Andersartigkeit in der Stadt – Anders-ART-igkeit in Dortmund – nicht beendet, sondern lediglich der nächste Schritt gemacht. Von daher wollen wir einen angemessenen Platz im Grand Finale der Kulturhauptstadt und fordern den Schlüssel für die Co-Nutzung des ehemaligen MO Gebäudes! Wir wenden uns also erneut an die kritische Öffentlichkeit + Presse und fordern alle progressiven Kräfte der Dortmunder Sub/kultur/kunst/politszene auf, sich dieser Initiative anzuschließen und am 18.12 ein Zeichen für ein anderes Dortmund zu setzen. Eine Co-Nutzung des ehemaligen MO ist möglich und nicht zu viel verlangt. Das MaO schreit nach einer kulturellen Neudefinition, die Zeit ist reif und Parkhäuser keine Lösung. Oder wie die Essener Initiative es ausdrückt: „Unsere Überflüssigkeit macht uns unbesiegbar“!


Wandel durch Kultur. Recht auf Stadt.

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2 Antworten auf „>>> UZDO @ MaO // 18.12.2010


  1. 1 Der Ruhrpilot | Ruhrbarone Pingback am 15. Dezember 2010 um 9:28 Uhr
  2. 2 museum am ostwall reloaded? « Initiative für das UZDO Pingback am 03. Juli 2013 um 14:57 Uhr
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