>>> UZDO @ MaO: was war das?

Am ersten Dezember- wochenende hat die UZDO initiative ihre Ausstellung im ehemaligen Museum am Ostwall eröffnet. Es war ein wunderbares – und leider viel zu seltenes – Gefühl, die Früchte von viel Energie, Leidenschaft und unkommerzieller Arbeit zu ernten. Eine kooperative Nutzung der UZDO Initiative für politische Veranstaltungen und künstlerische Ausstellungen ist also möglich. Und das selbst bei der zeitgleichen Nutzung des MO als Lager und Büro. Darauf wollen wir aufbauen. Die Veranstaltung war mit über 500 Besucher/innen gut besucht, nur viel zu kurz, um der Arbeit bzw. den Arbeiten, die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Solche Kunst, Kultur, Musik und Politik ist in Dortmund absolut unterrepräsentiert und hat in dem Gebäude des ehemaligen MO endlich einen Ort gefunden.

Es hat lange gedauert bis Konter/Sub/OFF Kultur einen angemessenen Raum in der Kulturhauptstadt Dortmund finden, aber nun ist ein erster Schritt gemacht. Das MO befindet sich in einer Phase der Transformation, die man nutzen kann. Gerade durch die Entwicklung am FZW werden viele Veranstaltungen aus Kleinkunst und Musik wegbrechen: in Zahlen heisst das, dass nicht markttaugliche Veranstaltungen von 150 auf 40 durch das Jugendamt subventionierte FZW Veranstaltungen reduziert werden. Nicht nur deshalb drängt die Initiative UZDO darauf, das MO Gebäude kulturell neu zu definieren. Kultur- und Finanzdezernent, Jörg Stüdemann, hat die Veranstaltung besucht und unterstützt die Ausstellung und Öffnung des ehemaligen MO

Grundsätzlich gilt für uns, dass es keine logische Begründung gibt, Kunst aus einem Museum zu verbannen. Die Künstler/innen, die am vergangenen Woch- enende im Ex-MO // UZDO ausgestellt haben, waren schnell dafür zu begeistern, mit den Kunstwerken ein Signal zu setzen. Gemeinsam wurde überlegt, dass eine Deinstallation der Bilder nicht wirklich Sinn macht. Vermeintlich konkurrierenden Ausstellungen stehen wir offen gegenüber, denn es geht der Initiative ja eben nicht um den Wettbewerb oder Konkurrenz auf dem freien Markt. Da es erklärtes Ziel der Initiative ist, verschiedene Menschen aus Kunst, Musik und Politik unter einem Dach zu vereinen, sehen wir nicht die Konfliktgefahr, sondern freuen uns auf ein Zusammentreffen und eine Kooperation verschiedener Künstler/innen und auf das, was dadurch entsteht. Neben der erfolgreichen Vernetzung von mehr als 50 Initiativen/ Vereine/ Projekte und der gelungenen Party am Abend gehört es zur UZDO Idee, sich den Raum verschiedenartig, selbstorganisiert, progressiv anzueignen. Mit Kunst geht das doppelt gut. Was passiert, wenn…? Klientelpolitik? Ein Parkhaus? UZDO.

Selbstverständlich bieten wir unsere Mithilfe an, die Pforten des MaO wieder für Besucher/innen zu öffnen. Gleichzeitig wurde uns die Durchführung einer weiteren Veranstaltung im MaO parallel zur U-Eröffnung am 18.12. eröffnet. Hier kommt also der Aufruf, sich der Initiative anzuschließen und sich den Raum anzueignen. Was wollt ihr am Ostwall machen? Was für ein Abschluss der Kulturhauptstadt soll es werden? Der Raum ist da. Die Möglichkeiten ihn mit Inhalt zu füllen, liegen in unseren Händen!

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1 Antwort auf „>>> UZDO @ MaO: was war das?


  1. 1 >>> museum am ostwall reloaded? « Initiative für das UZDO Pingback am 03. Juli 2013 um 15:14 Uhr
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