Archiv für Dezember 2010

>>> An die weiterhin Raum- und Ruhelosen und an die kritische Öffentlichkeit

Die zweitägige temporäre Zwischennutzung des Museums am Ostwall durch UZDO zum Jahresende, zu der ca. 500 Besucher_innen kamen, sowie die durchweg positive Presse haben uns in unserer Idee und Motivation bestätigt: Für die sub/off/kulturelle Szene ist ein unabhängiges Zentrum/ selbstverwalteter Raum seit Jahrzehnten überfällig, es fehlt überall an Möglichkeiten für künstlerische, politische und andere kulturelle Aktivitäten; für Veranstaltungen, Konzerte, Treffpunkte, Küche für Alle, Werkstätten, Ateliers, Proberäume etc. zu bezahlbaren Bedingungen. Wir werden deshalb auch in Zukunft den gleichgültigen Verwalter/innen der etablierten statischen Kultur vor und auf der Nase herumtanzen – weiterhin in aller Öffentlichkeit. (mehr…)

>>> Unseren Glückwunsch Freiraum2010!

Die Vorzeichen könnten wahrlich nicht besser sein: die Lukaskirche in Essen-Frohnhausen wird von jetzt an durch die Kulturinitiative Freiraum2010 zwischengenutzt! Neutestamentarisch ist Lukas der Schutzpatron der bildenden Künste – wenn’s hilft, immer her damit

Freiraum2010 schreibt dazu: (mehr…)

>>> update 18.12.

Hier kommt ein kurzes update für heute. der Abbau der Ausstellung hat aufgrund der bürokratischen Nutzungsvereinbarung zum grossen Teil doch schon gestern während der Büroöffnungszeiten stattgefunden. Der Ausschank von Essen und Trinken verlagert sich zur Abschlußkundgebung ca. 18.oo uhr der DAB Demonstration auf den Friedensplatz.

support your local antifa + uzdo!
Stay tuned!

>>> Kulturhauptstadt Finale – ohne uns

Am 18.12 wird das Dortmunder U bereits zum dritten Mal eröffnet und das Spektakel der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 damit beendet. Was sich 2010 in Dortmund wie gewandelt hat, ist eine zweifelhafte Frage: Für ein Z hat es 2010 nur temporär gereicht. Was bleibt, sind ein U Leuchtturm, leere Worthülsen von kreativer Veränderung und leere Museen wie das am Ostwall (MaO). Die kooperative Co-Nutzung des MaO durch die Initiative ist möglich, aber stadtpolitisch nicht gewollt. Das Kulturbüro echauffiert sich lieber über den Stil der Jugend von heute und die Sauberkeitsstandards ihrer innerstädtischen Lagernutzung in A-Lage. Währenddessen wird die Stadt vom Alltag und Dortmunder Verhältnissen eingeholt und kam es erneut zu brutalen Übergriffen lokaler Neonazis in der Innenstadt.

Neben dem (alten) FZW bietet u.a. die alternative Kneipe, HirschQ, seit vielen Jahren Raum für die Sub/kultur/politszene im Zentrum dieser Stadt. Neben ordnungspolitischen Sanktionen seitens der Stadtverwaltung, die ein angemessenes Betreiben des Lokals erschweren, müssen die Besucher/innen und das Personal mit kontinuierlichen, organisierten Angriffen von Neonazis rechnen – zuletzt am 12.12.2010. FZW Privatisierung, Nazi Übergriffe in der Brückstraße, MaO Spekulation und noch immer kein UZDO: So kann es nicht weitergehen! Das UZDO begrüßt das Engagement des Dortmunder Antifabündnisses (DAB), solidarisiert sich mit der Demo im Kampf gegen rechte Gewalt am 18.12. und unterstützt das DAB in Form von heißen Getränken und Essen im Anschluss an die Demo. Ebenso ruft das UZDO die Stadt Dortmund und ihre Bürger/innen auf, ein Zeichen gegen die rechte Gewalt und neonazistische Aktivitäten zu setzen und sich an der Demo am Samstag zu beteiligen: Für ein anderes Gesicht dieser Stadt!
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>>> UZDO @ MaO // 18.12.2010

Nach der guten Presse in der WAZ, Ruhrnachrichten, ruhrbarone, aber auch der Kritik im 2010lab wollen wir kurz Stellung beziehen, drängen aber auf die durch Jörg Stüdemann zugesagte Verlängerung der Ausstellung. Am 18.12. wollen wir – wie vereinbart – erneut dazu einladen, die Initiative für ein unabhängiges Zentrum in Dortmund // UZDO kennen zu lernen. Kunstkritiker/innen sind herzlich eingeladen, sich mit neuen und alten Künstler/innen über ihre Arbeiten und ihr Selbstverständnis auszutauschen. An der Fähigkeit zur Selbstkritik mangelt es nicht. Ist das Kunst oder kann dat wech? Was ist Kunst?

Die UZDO Initiative steht für lebendige Streitkultur, emanzipatorische Politik + Kultur und direkte Aktionen. Diese Ausstellung wurde binnen 24 Stunden aufgebaut und hatte gerade mal eine Vorlaufzeit von einer Woche. In dieser Woche kam es u.a. zu Aktionskunst mehrerer Künstler/innen, die im Rahmen eines Museums, wie dem ehemaligen MO, natürlich ganz anders wirkt und mit traditionellen Ausstellungsformen und -formaten bricht. Der Bruch mit dem „business as usual“ und Dortmund, wie wir es kennen, ist jedoch beabsichtigt und Teil der UZDO Botschaft: Wir wollen diese Stadt verändern! …und zwar die Kunst, Kultur, Musik und Politik!
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>>> UZDO @ MaO: was war das?

Am ersten Dezember- wochenende hat die UZDO initiative ihre Ausstellung im ehemaligen Museum am Ostwall eröffnet. Es war ein wunderbares – und leider viel zu seltenes – Gefühl, die Früchte von viel Energie, Leidenschaft und unkommerzieller Arbeit zu ernten. Eine kooperative Nutzung der UZDO Initiative für politische Veranstaltungen und künstlerische Ausstellungen ist also möglich. Und das selbst bei der zeitgleichen Nutzung des MO als Lager und Büro. Darauf wollen wir aufbauen. Die Veranstaltung war mit über 500 Besucher/innen gut besucht, nur viel zu kurz, um der Arbeit bzw. den Arbeiten, die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Solche Kunst, Kultur, Musik und Politik ist in Dortmund absolut unterrepräsentiert und hat in dem Gebäude des ehemaligen MO endlich einen Ort gefunden.

Es hat lange gedauert bis Konter/Sub/OFF Kultur einen angemessenen Raum in der Kulturhauptstadt Dortmund finden, aber nun ist ein erster Schritt gemacht. Das MO befindet sich in einer Phase der Transformation, die man nutzen kann. Gerade durch die Entwicklung am FZW werden viele Veranstaltungen aus Kleinkunst und Musik wegbrechen: in Zahlen heisst das, dass nicht markttaugliche Veranstaltungen von 150 auf 40 durch das Jugendamt subventionierte FZW Veranstaltungen reduziert werden. Nicht nur deshalb drängt die Initiative UZDO darauf, das MO Gebäude kulturell neu zu definieren. Kultur- und Finanzdezernent, Jörg Stüdemann, hat die Veranstaltung besucht und unterstützt die Ausstellung und Öffnung des ehemaligen MO (mehr…)

>>> update UZDO @ MaO

Hier kommen nun die ultimativen Infos zur Veranstaltung + line-up des Abendprogramms. Damit verbinden wir auch nochmal den Aufruf, das Programm mitzugestalten, also z.B. mit auf- und abzubauen. Im Sinne der Selbstorga- nisation lebt diese Veranstaltung von denen, die es interessiert, das heisst vielen vielen Helfer/innen, die ihr Ego, Konsum, Bequemlichkeit zugunsten der kollektiven Aktion umorganisieren. Vor allem der Sonntag // 05.12 // 15.oo // Grosses Plenum soll über die Chancen und Grenzen der Selbstorganisation in Dortmund informieren. Was war das? Was ist das? Was kann es sein? Wie weiter UZDO??

Der Vortag, Samstag 04.12 // ab 15.oo soll dafür die Weichen stellen, wie z.B. aus Hausbesetzungen nicht mehr weg zu denkende Orte der Bewegung, Kreativität, Politik und Kultur geworden sind. Während der Lange August 1979 noch alles selber aufgebaut hat, gibt es heute gefestigte Strukturen der Vernetzung z.B. in der LAG Soziokultur NRW mit monatlichen Treffen aller Zentren. Das AZ Mülheim (est. 1997) und das Kulturausbesserungswerk Leverkusen (est. 2001) haben sich zudem von einem NRW Förderprogramm Initiative Ergreifen den Umbau finanzieren lassen. Über diese realpolitischen Erfahrungen der Selbstverwaltung + Zusammenarbeit mit den Institutionen wollen wir informieren und sind gespannt auf das jüngste Beispiel mit Bewegungsstatus, das AZ Köln
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