Archiv für November 2010

>>> UZDO bekommt MaO 04./ 05.12.

Gestern hat sich eine Delegation des UZDO mit Kurt Eichler, Chef der Kulturbetriebe der Stadt Dortmund, getroffen und die Nutzung des Museums am Ostwall für den 04./ 05. Dezember ausgehandelt! Wir freuen uns über die späte, städtische Kooperationsbereitschaft und werden am Montag eine erste Besichtigung des Gebäudes mit Frau Carstensen, Kuratorin des Museums, machen. Obwohl das Museum nicht gänzlich leer ist, werden die letzten Büro- und Lagernutzungen (u.a. die Bibliothek am Ostwall) das Anliegen des UZDO nach langem Hin und Her dann doch nicht überwiegen. Im Hinblick auf die Kreativitätsrhetorik der Stadt eine wahrlich schwere Geburt. Die größten Befürchtungen waren potentielle Gefahren und ungeklärte Verantwortlichkeiten, das meistgenannte Wort Eichlers im gestrigen Gespräch waren potentielle „Regress“forderungen. Dem halten wir den Dortmunder Anspruch auf kreative Veränderung, städtische Bewegung(en) und letztlich unsere Veranstaltung “Progressive Formen kollektiver Selbstverwaltung” entgegen. Wir wollen keinen Regress, sondern Progress! Was passiert, wenn… ihr wisst schon.

Am Sonntag // 19.oo // taranta babu beginnt also das feintuning der Veranstaltung und die Planung des Tags der offenen Tür, am 05.12.2010 – wenn ihr im Rahmen der zwei Tage ausstellen, auflegen, aktiv werden wollt, wendet Euch bitte schnellstmöglich an uns per email to: uzdortmund (ät) riseup (punkt) net

>>> offener brief (für offene türen)

Nachdem die Flyer aus der Druckerei angekommen sind und demnächst hoffentlich auch auf/neben/unter eurer Lieblingstheke ausliegen, kommt hier ein update zum Stand der Veranstaltung am 04.12 @ MaO und die Veröffentlichung unseres offenen Briefs, den wir heute an die Presse sowie die Stadt Dortmund geschickt haben. Hier heißt es: „Die Initiative drängt auf diesen Termin, da eine Lagernutzung dem Raum nicht angemessen ist und vor allem, weil öffentliches Interesse an diesem Gebäude besteht. Eine Verzögerung des Umzugs betrachten wir als bürokratischen Akt, der einmal mehr zeigt, wie weit entfernt Stadtpolitik und Verwaltung von der Idee kreativer Veränderung sind. Was soll das werden? Eine Machbarkeitsstudie ohne Macher/innen? (mehr…)

>>> Für ein anderes Gesicht dieser Stadt! – Kunst im urbanen Raum

Offensichtlich wurde unsere Aufforderung, nun den öffen- tlichen Raum vermehrt für künstlerische Praxis zu nutzen, ernstgenommen: Man bewegt sich durch die Dortmunder Nordstadt und plötzlich tauchen dort eigenartige Gesichter auf. Gesichter, manchmal monströs, manchmal verspielt, manchmal anklagend. Und ehe man sich versieht strecken sie einem ganz unverblümt die Zunge heraus. Gesichter, die einem sehr bestimmt erzählen wollen, dass Ihnen etwas fehlt in dieser Stadt!

Dass Dortmund unter anderem ein Unabhängiges Zentrum fehlt, das können wir nicht oft genug betonen. Deshalb rufen wir auch weiterhin dazu auf, diese Stadt aktiv mitzugestalten! Den grauen, unbelebten Häusern und Wänden muss Einhalt geboten werden. Für ein Recht auf Stadt/Dorf/Lebensraum! Fordert mit uns den Schlüssel für das leerstehende Museum am Ostwall! Macht der Tristesse von Leerstand und unternehmerischem Kalkül ein Ende. Wohin das nämlich führt, zeigt eindrucksvoll folgender Artikel über das Hotel Bender

Mehr Gesichter + Fotos, die wir für euch entdeckt haben hier!

>>> FZW soli

Während die Zukunft eines UZDO weiter auf der Kippe steht und wir die Verantwortlichen in Politik & Verwaltung weiter auf eine Veranstaltung am 04.12 über das Museum am Ostwall IM Museum am Ostwall drängen, begehren nun auch die freien Mitarbeiter/innen des FZW auf. “42 Jahre Clubgeschichte neigen sich einem dramatischen Ende entgegen und dies auf eine Art und Weise, die den Mitarbeitern die Zornesröte ins Gesicht treibt”, so heisst es in einem Offenen Brief, der gestern bei den ruhrbaronen veröffentlicht wurde.

Auch für diesen Kreativstandort ist einmal mehr die Wirtschaftlichkeit – also das profitable Standortmarketing maßgebend – und wird der Inhalt, das alternative Kulturdings… zweitrangig. Am Dortmunder U ist bereits jetzt Goldgräberstimmung ausgebrochen, obwohl sich da noch gar nichts wirklich entwickelt hat. Bis vor kurzem war nie davon die Rede, dass das FZW Gewinne erzielen solle. Die langjährige Praxis hat sich eher an anderen Zielen orientiert. Für die freien Mitarbeiter/innen bleibt vorerst nur ein Fazit: “Hochkultur von Theater, Schauspiel und Konzerthaus kann in Dortmund auch in finanzschwacher Zeit weiter bezuschusst werden – und zwar in Millionenhöhe! Pop- und Jugendkultur sowie Engagement für die freie Jugendszene werden dagegen weggespart…Wir fordern alle Kreativen und Kulturinteressierten auf, nicht wort- und tatenlos zuzusehen, wie eine solche kulturelle und kreative Institution, wie das FZW es jahrzehntelang war, binnen Wochen kaputt gemacht wird”. siehe auch derwesten.de

Die Initiative UZDO solidarisiert sich mit dem Anliegen des FZW und wird sich im Kampf GEGEN reinrassig unternehmerische Konzepte und FÜR selbstverwaltete Räume verbünden. Für interessierte Menschen mit einer anderen Idee von Stadt bieten wir daher unser öffentliches Treffen am Sonntag // 21.11 // 19.00 // taranta babu an.

>>> flyer sind in druck


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>>> Museum am Ostwall

Das Dortmunder U ist eröffnet. Das kann man finden, wie man will: ästhetisch, ökonomisch, stadt- politisch. Die Initiative UZDO hat vor allem den Umzug der Ausstellung des Museums am Ostwall zur Kenntnis genommen: Was passiert jetzt am Ostwall?

Das Museum am Ostwall (MaO) entspricht unserem Anspruch auf Zentralität in der Stadt und bietet dem UZDO ausreichend Raum für soziale, kulturelle, politische Veranstaltungen, Ausstellungen, Diskussionen, Lesungen, Konzerte. Auch wenn hier Arbeitsräume wie Ateliers, Proberäume und Werkstätten erst einmal zu kurz kommen, sendet es ein deutliches Signal für soziale Bewegungen und kreative Veränderung der Sub/kultur/politszene dieser Stadt (mehr…)

>>> UZDO leitlinien

Als Zwischenstand unserer konzeptionellen Arbeit veröffentlichen wir hiermit die Leitlinien für ein zukünftiges UZDO: download pdf. Diese Leitlinien verstehen wir als Anregung für eine kritische und fruchtbare Debatte mit allen die es interessiert. Im Gegensatz zu deutscher Leitkultur wollen wir hiermit aber bewusst die Heterogenität, Pluralität und den emanzipatorischen Anspruch der Initiative betonen. Am Dienstag, den 26.10.10 haben wir die “UZDO Leitlinien” bereits im Kulturausschuss/ Rat der Stadt Dortmund reingereicht und haben sie gestern noch einmal komplett an Politik & Verwaltung geschickt. Wer U sagt, muss auch ZDO sagen!

>>> gemeinheiten

„Das Wort gemein bezeichnet in erster Linie eine Eigenschaft, die mehrere Menschen gemeinsam besaßen. Es ist verwandt mit dem lateinischen communis/commune und dem englischen mean (bzw. indirekt common). Bei Tier- und Pflanzengattungen bedeutet „gemein“, dass diese Spezies die bekannteste ihrer Familie ist“. Warum so viele Leute heute bei Gemeinheit eher an etwas bösartiges denken, muss wohl am Zeitgeist liegen, das wissen UZDO Sympathisant/innen und weiss wikipedia. GEMEINheiten heisst eine Veranstaltung im Rahmen des Theaterzwangs, der nun favoriten festival heisst. Am 05./ 06. November werden die Gemeinheiten Dortmunder Stadtpolitik im Dietrich-Keuning Haus zusammengetragen. In Form von Filmen, Performances dreht sich die Diskussion vor allem um die Dortmunder Nordstadt. In welche Richtung kann es gehen? Sonderwohlstandszone oder Rote Ruhr Armee?

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